Chronischer Stress macht krank – genauso wie die Laster  Alkohol, Rauchen oder ungesunde Ernährung. Gegen die kann man bekanntlich etwas tun, aber wie genau soll man gegen Stress ankämpfen? Ob Stress in der Familie, der Beziehung oder im Job: Für viele Menschen ist es beinahe schon selbstverständlich geworden, dass Stress dazu gehört. In Maßen stimmt das sicher auch, aber wenn das Gefühl zur Dauerbelastung wird, gehen wir irgendwann daran ein. Glücklicherweise kann man am eigenen Stressempfingen genau so arbeiten wie an anderen Lastern. Eine intelligente Methode gegen Stress ist die Meditation.

Was ist Meditation?

Meditation ist eine jahrtausendealte Praxis, die darauf abzielt, den Geist zu beruhigen und die Aufmerksamkeit bewusst zu lenken. Dabei geht es darum, den Moment achtsam wahrzunehmen und Gedanken, Gefühle sowie körperliche Empfindungen bewusst zu beobachten, ohne sie sofort zu bewerten.

Viele Menschen nutzen Meditation, um mehr innere Ruhe zu finden und einen Ausgleich zum oft hektischen Alltag zu schaffen. Gerade in stressigen Lebensphasen kann regelmäßiges Meditieren dabei helfen, Abstand von belastenden Gedanken zu gewinnen und gelassener auf Herausforderungen zu reagieren.

Für Einsteiger gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Meditation zu erlernen. Von geführten Meditationen über Kurse bis hin zu speziellen Achtsamkeitsübungen. Wichtig ist dabei vor allem die Regelmäßigkeit: Schon wenige Minuten täglich können dazu beitragen, das eigene Wohlbefinden zu steigern und die Wahrnehmung für die eigenen Bedürfnisse zu schärfen.

Mit der Zeit wird Meditation für viele Menschen nicht nur zu einer Übung, sondern zu einer Haltung im Alltag. Wer achtsamer mit sich selbst umgeht, erkennt Stresssignale häufig früher und kann bewusster darauf reagieren.

Wie wirkt sich Meditation auf den Körper aus?

Beim Meditieren entsteht eine völlig neue Art der Entspannung, die dafür sorgt, dass der Meditierende seine Fähigkeit, Freude zu empfinden, erweitern kann. Der meist tief verwurzelte Stress löst sich nach und nach, Blockaden werden abgebaut und das eigene Körperempfingen steigert sich. Ständige Müdigkeit nimmt ab, das Bewusstsein gewinnt Energie und Klarheit. Meditaion senkt nachweislich unseren Cholesterinspiegel und stärkt unser Immunsystem.

Welche Arten der Meditation gibt es?

Es gibt ganz verschiedene Meditationstechniken, die jedoch alle zum Ziel haben, das Bewusstsein zu erweitern. Die eigene Achtsamkeit und Konzentration wird gefördert und  der Geist beruhigt und sammelt sich. Bei der passiven Meditation sitzt der Meditierende still und aufrecht da und nimmt die eigenen Emotionen und körperlichen Phänomene wahr, ohne sie zu bewerten. Bei der aktiven Meditation bewegt sich der Meditierende auch, allerdings mit großer Geistesgegenwart und so achtsam wie möglich. So konnte im Zen-Buddhismus beispielsweise auch das Spiel der Shakuhachi-Bambusflöte eine Art der Meditation sein. Auch Yoga kann eine Form der Meditation sein.